Wunder geschehen - ich hab's gesehen...
Liebe Familien, liebe Gemeindemitglieder, liebe Stoteler, neun Jahre Ev.-luth. KiTa Sternschnuppe an der Burgstraße in Stotel. Neun Jahre geteiltes Arbeiten und geteiltes Leben.
Am 3. Adventssonntag heißt es für mich nun Abschiednehmen von Ihnen. Von den Kindern und ihren Familien, von den Kolleginnen, von all den Unterstützern, Helfern und Förderern unserer KiTa.
Ich werde, wie man so schön sagt, "in Rente" gehen. Für mich sicherlich noch einmal ein neuer spannender und hoffentlich schöner Lebensabschnitt. Abschiede sind nicht leicht - wenn die Kinder oder die Mitarbeiterinnen die Sternschnuppe verlassen, spüren wir das immer wieder. Auch für mich ist es nicht leicht, mit einem weinenden und einem lachenen Auge Rückblick zu halten. Das Loslassen beschäftigt mich zurzeit sehr. Dabei bestimmt mich nicht nur die Wehmut am Ende eines Lebensabschnittes, sondern auch de Dankbarkeit.
Ich möchte mich an dieser Stelle für alle tolle Unterstützung bei den Kolleginnen und den Eltern bedanken - und bei der Gemeinde Loxstedt mit ihren politischen Vertreter/innen in Rat und Verwaltung. Besonderer Dank gilt Pastor Thomas Casper und den Mitarbeitenden der Kirchengemeinde so wie vielen anderen, die uns unterstützt und gefördert haben. Es ist schön, sich geborgen und getragen zu fühlen. Das hat mir in den neun Jahren viel Kraft gegeben.
Mir fällt dazu das oben angesprochene neue Lied von Nena ein. In meinen neun Jahren sind direkt unter uns in der KiTa Sternschnuppe viele Wunder geschehen. Kleine und Große. Unsere Einrichtung erstrahlt außen und innen in einem neuen Licht. Außer einem runderneuerten äußeren Erscheinungs- bild ist innen eine Ganztagseinrichtung mit Hort und Krippe gewachsen, die von 70 auf 105 Kinder erweitert wurde. Neue Kolleginnen sind dazu gekommen, und es war spannend und bereichernd zu erleben, wie sich in der pädagogischen Arbeit neue Möglichkeiten erschlossen haben. Sie konnten auch auf neue Herausforderungen bei den Kindern und ihren Familien reagieren.
In neun Jahren haben wir mehr als 400 Kinder und ihre Familien begleitet, haben mit ihnen Freude und Leid geteilt - und das im Rahmen unserer Kirchengemeinde. Viele Eltern haben ihre Kinder taufen lassen und neu über Gott nachgedacht. Nicht immer gab es in schwierigen Situationen sofort Lösungen, aber mit gegenseitiger Zuwendung und im Vertrauen auf Gott konnten wir gemeinsam abwarten.
Wenn wir z.B. ein Krippenkind von einem Jahr über die Kindergartenzeit hinaus bis zum Ende des Hortes mit 10 Jahren begleiten, entsteht beim Bringen und Abholen, in Entwicklungsgesprächen, bei Festen und gemeinsamen Aktionen eine große Bindung an- und zueinander. Familiensituationen verändern sich durch Trennung, Scheidung, Tod. In solchen Lebensphasen suchen Kinder besonders unsere Nähe. Aber auch Eltern benötigen Hilfe, Unterstützung oder zumindest Verständnis von ihrer KiTa. Es war nicht immer leicht, allen Ansprüchen gerecht zu werden. Aber ich denke, wir haben als KiTa-Team immer wieder signalisiert:
Was auch passiert,
ich bleibe hier,
ich geh den ganzen langen Weg mit Dir. (Nena)
So bleibt sicherlich etwas von mir hier in der Sternschnuppe in Stotel, und etwas von ihr bleibt auch weiterhin ein Teil meines Lebens.
Ich wünsche Ihnen in Stotel weiterhin eine gute Zeit in und mit unserer evangelischen KiTa!
Ich weiß: meine Nachfolgerin Cathrin Peter wird mit eigenen Ideen und Vorstellungen unsere Einrichtung professionell weiter führen. Mit Ihrer Unterstützung wird dies sicherlich auch weiterhin gut und erfolgreich geschehen.
Alles Gute und Gottes Segen wünscht Ihnen allen
Ihre Ulrike Könitz
Ulrike Könitz (Gemeindebrief Dezember 2013/Januar 2014)